Georgieva geht, Georgieva kommt

Dem Namen nach bleibt alles beim Alten, aber nur dem Namen nach. Während die bulgarische Nationalspielerin Dimana Georgieva nicht in die Dienste des Nördlinger Bundesligateams zurückkehren wird, steht dennoch eine Spielerin desselben Namens im Rieser Aufgebot. Allerdings trägt sie den Vornamen Gergana und hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Auch sie stammt ursprünglich aus Bulgarien und spielte einst mit ihrer Namensvetterin in der Jugendnationalmannschaft ihres Geburtslandes. Doch dann führte sie ihr Weg nach Deutschland, genauer gesagt nach Mainz, wo sie Deutsch lernte, Sportwissenschaft studierte und letztes Jahr auch die deutsche Staatsbürgerschaft zugesprochen bekam.
Quasi nebenbei spielte Geri, wie sie von ihren Mannschaftskameradinnen genannt wird, für den Zweitligisten ASC Mainz und konnte in der letzten Saison mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam machen. Durchschnittlich 16 Punkte und 9 Rebounds sind die stattliche Ausbeute des 1,81m großen Power Forwards. So wurden natürlich auch etliche Erstligisten auf sie aufmerksam, was dazu führte, dass die 27-Jährige schon fast die Qual der Wahl hatte. Als Begründung warum sie sich für Nördlingen entschieden hat, gibt Georgieva an: „Ich habe mich trotz mehrerer Angebote aus der 1.Liga für Nördlingen entschieden, weil ich dort viele nette Leute kennengelernt habe, mir die Stadt gut gefallen hat und mich die Professionalität des Vereins begeistert hat. Meine Ziele sind, mit dem neuen Team die Playoffs zu erreichen, eine gute Atmosphäre und Harmonie zu schaffen, miteinander eine starke Gemeinschaft zu bilden und für einander zu spielen! Nach fünf Jahren in Mainz freue ich mich besonders darauf meine neue Mitspielerinnen kennenzulernen, viele gemeinsam erkämpfte Siege mit dem Team zu feiern und eine neue große Familie zusammen mit dem Trainer und allen, die das Team unterstützen, zu bilden.“

Michael Reithmeir, der für die sportliche Leitung der BG Donau-Ries mitverantwortlich ist, macht keinen Hehl daraus, dass Georgieva auf seinem Wunschzettel ganz oben stand:“ „Mit Geri hat sich eine weitere deutsche Spielerin für die BG Donau Ries entschieden. Sie zeigt eine beispielhafte Einstellung und kann mit Ihrer Athletik auf beiden Seiten des Spielfelds überzeugen. Außerdem ist Geri auch abseits des Courts eine Persönlichkeit, die das Team zusammenhalten und motivieren kann. Wir sind froh, Geri in unserem Future Team begrüßen zu dürfen.“

Mit Georgieva, Parsons, Szittya und Högg stehen schon vier bundesliga-erprobte Spielerinnen auf der deutschen Teamliste der Rieserinnen. Dazu kommen noch die Nachwuchskräfte Laura Geiselsöder, Lisa Tauschek sowie Johanna Klug.

Für eine Ausländerposition wurde bereits Melissa Jeltema verpflichtet, so dass auf jeden Fall noch auf zwei weiteren Positionen mit Neuverpflichtungen zu rechnen ist.

Geri Georgieva wird sich in Nördlingen nicht nur als Spielerin betätigen. Sie ist im Besitz einer gültigen Trainerlizenz und wird, wie schon in Mainz, eine Jugendmannschaft trainieren und so an der Zukunft des Mädchen- und Damen-Basketballs am Standort Nördlingen mitarbeiten. Beide Seiten denken auch bereits über eine mehrjährige Zusammenarbeit, so dass Strukturen nachhaltig aufgebaut und erhalten werden können und mit einem Kommen und Gehen von Georgievas in den nächsten Jahren nicht zu rechnen ist.