Angels rollen dem Löwenrudel aus Braunschweig den roten Teppich zum Auswärtssieg aus

 

Letztes Heimspiel vor der Winterpause endet mit einer knappen Niederlage

XCYDE Angels – Eintracht Braunschweig 62:66 (14:8, 12:15, 14:21, 22:22)

Die Fingernägel der Angels-Fans bleiben kurz, wieder ein Nailbiter, wieder ein Spiel, das in den letzten Sekunden entschieden wird, diesmal mit 62:66 zu Gunsten der Gegner aus Braunschweig. Die Neuverpflichtung der Gäste Shawnte Goff führt ihr Team in den entscheidenden Phasen des Spiels zum Auswärtssieg.

Die Angels starteten sehr konzentriert in die Partie gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig und legten schnell eine 12:3-Führung vor. Die junge Truppe aus dem Norden war sichtlich beeindruckt von dem Tempo, das die Nördlinger anschlugen. Wären da nicht einige völlig überflüssige Turnovers produziert worden, wäre eine Vorentscheidungschon zu diesem frühen Zeitpunkt möglich gewesen. Doch die gefühlte offensichtliche Überlegenheit verleitete Racic und Co zu Nachlässigkeiten. Da wurde unsauber gepasst, ungenau geworfen und dem Löwenrudel aus Braunschweig der rote Teppich ausgerollt, doch bitte wieder ins Spiel zu kommen.Einladung angenommen, auf 14:13 verkürzt, und das nach 15 gespielten Minuten. Offensivspektakel sieht anders aus. Zu oft verzettelten sich Hill und Racic in kopflose Einzelaktionen statt nach klaren Angriffs-Systemen ans Brett zu spielen. Und so kam, was kommen musste: zwei Dreier von Braunschweigs Schwedin Claesson und die Gäste lagen mit 20:23 in Führung.XCYDE-Kapitänin Laura Geiselsöder war es zu verdanken, dass die Angels dennoch mit einer Führung in die Pause gehen konnten. Sie besorgte sämtliche Punkte zurm26:23-Halbzeitstand.

Wer gedacht hatte, die Gastgeber würden nun wieder furios starten, sah sich aber getäuscht. Beim 28:28 hatte auch Coach Bär genug und versuchte sein Team in einer Auszeit anzustacheln mit allem was seine Stimmbänder hergaben, auch dies leider ohne Effekt. Wenn der Schlendrian mal eingekehrt ist, kriegt man ihn kaum wieder aus dem Haus. Braunschweig scorte jetzt ausschließlich an der Freiwurflinie und durch ihre Neuverpflichtung Shawnte Goff, die ihre 1-gegen-1-Qualitäten ausspielte und ihremTeam im Alleingang zu einer 36:42-Führung verhalf.

Als die Gäste anfingen, sich sogar abzusetzen, fasste sich Sami Hill ein Herz, traf den ersten Angels-Dreier des Spiels, holte ein Offensivfoul heraus und legte defensiv die starke Goff kurzzeitig an die Kette.  Dann noch ein gekonnter Post-Move von Luisa Geiselöder und die Angels hatten das Geschehen beim 52:47 eigentlich wieder im Griff. Etwas zu früh schaltete die Bärtruppe darauf in den Crunch-Time-Modus, denn noch waren fünf Minuten zu spielen und Nördlingens Top-Center beide in Foultrouble.  Wenig später saßen beide mit fünf Fouls auf der Bank und mussten zusehen, wie ihre Kolleginnen den greifbar nahen Sieg aus der Hand gaben. Trotz Reboundüberlegenheit müssen die Angels die Punkte abgeben und verpassen damit die Chance sich eindeutig von den Abstiegsrängen nach oben abzusetzen. Bereits am Mittwoch muss man nach Saarlouis reisen und vielleicht gelingt es ja dort, die Punkte mitzunehmen und wenn möglich vielleicht sogar ohne abgebissene Fingernägel bei den Fans.

Luisa Geiselsöder (11), Aleksandra Racic (12), Laura Geiselsöder (4), Amenze Obanor (2), Rashida Timbilla (11, 18 Rebounds), Anni Mäkitalo (8) , Sami Hill (10), Pauline Steinmeyer, Heta Äijänen und Magaly Meynadier (4).

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